1. Mannschaft mit Unentschieden zum Auftakt

Am ersten Spieltag der Bezirksliga 1 empfing unsere erste Mannschaft den Aufsteiger SC Erlangen 3. Beide Mannschaften traten ersatzgeschwächt an, bei Erlangen fehlten sogar die nominellen Bretter 1-3.
Die Partie von Stefan Ratscheu an Brett 5 endete als erste mit einem Remis. Stefan fand in einer eigentlichen Gewinnstellung mit einem Mehrbauern im Endspiel keinen Gewinnweg und wiederholte dreimal die Stellung.
Martin Sippl kam mit Weiß an Brett 2 gut aus der Caro-Kann-Eröffnung und konnte seinen Gegner zunehmend am Königsflügel unter Druck setzen. Nachdem er sich zwei Mehrbauern erarbeitet hatte, sicherte er sich noch einen dritten Mehrbauern, worauf hin sein Kontrahent aufgab.
Erwin Firla geriet an Brett 7 nach der Eröffnung in eine recht passive Stellung. Nach einigen Figurenabtäuschen verkalkulierte er sich jedoch und hatte mit einem Turm gegen drei Leichtfiguren wenig Chancen die Partie noch umzubiegen. Mit einer ganzen Leichtfigur weniger gab er sich dann im Endspiel geschlagen.
Michael Gottlieb verlor an Brett 6 im Mittelspiel zwei Bauern, die er sich jedoch schnell zurückholen konnte. Im Turmendspiel geriet er jedoch in starke Zeitnot und gab die Partie mit vier Minusbauern auf.
Martin Stürmer hielt gegen seinen Gegner an Brett 8 lange gut mit, ließ jedoch am Königsflügel zu viel zu und verlor am Ende nach 36 Zügen in schon verlorener Stellung auf Zeit.
Jürgen Röber sah sich an Brett 1 einem kleineren Königsflügelangriff ausgesetzt, den er aber geschickt in ein Endspiel mit Mehrbauer abwickeln konnte. Nach guter Endspielbeherrschung gab sich sein Gegner schließlich geschlagen.
In der Partie von Erich Fischer an Brett 3 wurde schnell in ein ausgeglichenes Endspiel eingeleitet, was damit auch das Endergebnis dieses Spiels war.
Eric Stertkuhl gab an Brett 4 sein Debüt nach 10 Jahren Schachabstinenz. Gegen seinen jungen Gegner behielt er jedoch die Ruhe und spielte das Endspiel mit einem Mehrbauern, den er sich schon in der Eröffnung gesichert hatte zum vollen Punkt aus.

Das Endergebnis dieses Mannschaftskampfes ist ein 4:4, mit dem unsere erste Mannschaft gut leben kann, auch wenn in der ein oder anderen Partie ein bisschen mehr drin gewesen wäre.
Am nächsten Spieltag geht es auswärts gegen die SG Siemens Erlangen 1, wo der gute Saisonstart ausgebaut werden soll.

Saisonabschluss 1. Mannschaft: Knapp am Aufstieg vorbei

In den Mittelfränkischen Bezirks-Mannschaftsmeisterschaften konnte die erste Mannschaft des SC Postbauer-Heng die Saison 2016-2017 erfolgreich abschließen und landete auf einem glücklichen dritten Platz in der Bezirksliga 1 und damit im vorderen Drittel der Tabelle. Eine kleine Überraschung für unsere Mannschaftsmitglieder, denn beinahe wäre ein Aufstieg in die Regionalliga Nord-Ost geglückt. Der Erstplatzierte SG Mühlhof-Reichelsdorf/Schwabach ist als Spielgemeinschaft nicht aufstiegsberechtigt. Der einzige Aufstiegsplatz ging somit an SK Nürnberg 1911, direkt dahinter mit nur einem Mannschaftspunkt weniger SC Postbauer-Heng 1.

Dabei war der Verlauf der Saison 2016-2017 nichts für schwache Nerven. In den ersten drei Runden sah es so aus, als wäre ein erfolgreicher Saisonauftakt geglückt. In der ersten Runde konnten die Postbauerer gegen die Schachfreunde Fürth 1 klar mit 6-2 gewinnen und ebenfalls nach einem zwischenzeitlichen Unentschieden gegen den jetzigen Aufsteiger SK Nürnberg 1 auch noch auswärts gegen SK Rothenburg 1 mit knappen Ergebnis 4,5-3,5. Dann aber kam der berühmte Durchhänger zur Weihnachtszeit und dem Jahreswechsel. Gegen die Spielgemeinschaft Mühlhof-Reichelsdorf/Schwabach, Gunzenhausen und Noris-Tarrasch 3 wollte so recht nichts gelingen und so fand man sich nach drei Niederlagen in Folge am unteren Tabellenrand, den Abstieg vor Augen. Auch gegen den nun folgenden Gegner Zabo-Eintracht rechnete sich das Team SC Postbauer-Heng 1 mehr aus, doch nach zähem Kampf der Teammitglieder konnte man mit einiger Mühe immerhin eine weitere Niederlage verhindern und ein Unentschieden erreichen, was aber beide Gegner nicht so recht weiter brachte. In den beiden letzten beiden Runden war also voller Einsatz nötig, unverhofft kam jedoch auch Hilfe von der Gegnermannschaft. SV Lauf 1 hatte Probleme seine Leute ans Brett zu bringen, neben Ersatzspielern konnte Lauf das 8. Brett nicht besetzen. Ein klarer Sieg mit 6-2 gegen die demoralisierten Laufer besserte die Platzierung in der Tabelle spürbar auf, sodass Abstiegssorgen in der letzten Runde nicht mehr aufkamen. Der letzte Gegner SC Bechhofen 1 konnte schlussendlich mit 4,5-3,5 bezwungen werden, was einen dritten Platz in der Tabelle bedeutet. Weit weg von einem gefürchteten Abstiegsplatz, doch mit einem zusätzlichen Mannschaftsremis oder Sieg wäre man vermutlich auf Platz 2 und damit aufgestiegen.

Eifrigste Punktelieferanten waren Dr. Jürgen Röber und Michael Gottlieb mit jeweils 5,5 und 5 Punkten, gefolgt von Erich Fischer mit 4,5 und Pascal Grimm mit Martin Sippl mit jeweils 4 Punkten. Stefan Ratscheu konnte abwesenheitsbedingt erst ab Runde 6 ins Geschehen eingreifen, erzielte aber aus den verbleibenden vier Runden niederlagenlos drei Punkte. Michael Scheremet konnte die Mannschaft trotz weiter Anreise aus Hamburg immerhin in einer Runde unterstützen und erzielte auch – wie nicht anders zu erwarten – einen vollen Punkt.

Unsere neue Homepage

Liebe Schachfreunde aus Nah und Fern,

endlich haben wir wieder eine funktionierende Homepage. Nachdem die alte Homepage mit der Domäne uns seit Ende März nicht mehr zur Verfügung stand, hat uns der PC Club Netlife in Postbauer-Heng diese neuen Seiten erstellt. Wir werden jetzt erstmal einige Berichte zur abgelaufenen Saison nachziehen und wieder über aktuelle Ereignisse berichten.

Nick schafft Qualifikation zur Bayerischen Meisterschaft

In der U12 nahm Nick Merdian an den diesjährigen Bezirkseinzelmeisterschaften in Vorra teil.

In der 1. Runde hatte er gegen seine Gegnerin Julia Arlt vom SK Schwanstetten wenig Probleme, einen Sieg einzufahren. Schon nach der Eröffnung war er vom Material her im Vorteil und konnte nach 27 Zügen mattsetzen.
Der nominell an 1 gesetzte Tom Högner war in Runde 2 die erste große Hürde für Nick. Diese Herausforderung meisterte er jedoch auch souverän, indem er einen Fehler seines Gegners ausnutzte und ihn vor die Wahl Turmverlust oder Matt stellte. Nach 29 Zügen war auch diese Partie mit Matt und Sieg für Nick beendet.
Mit Wilfried Wu bekam Nick in der 3. Runde den zweiten Erlanger zugelost. Diese Partie wurde allerdings ohne große Höhepunkte in ein ausgeglichenes Endspiel geleitet, was ein Remis nach 23 Zügen zufolge hatte.
In der 4. Runde wartete dann Hugo Danninger von Zabo-Eintracht Nürnberg. Hier tauschte Nick einen Läufer gegen drei gegnerische Bauern ab. Im 23. Zug gewann er den Läufer durch den einzigen groben Fehler seines Kontrahenten zurück und gewann das Endspiel mit drei Mehrbauern relativ locker.
Mit 3,5 Punkten aus 4 Spielen bekam es Nick in Runde 5 mit der Zaboranerin Nese Albayrak zu tun, welche ihm die erste Niederlage im Turnier zufügte und Nick seine komfortable Führung damit wieder eingebüßt hatte.
Dass Glück im Schach dazugehört zeigt die 6. Runde von Nick gegen Lisa Adelhardt. In einem Endspiel, in dem Nick einen Bauern weniger und mit einem Freibauern auf der 3. Reihe zu kämpfen hatte, wurde Remis vereinbart, obwohl sie für Nick bei guter Endspielbehandlung von Schwarz klar verloren war.
In der letzten Runde musste sich Nick noch gegen Raphael Stark behaupten, was ihm durch frühen Qualitätsvorteil und späterem Grundreihenmatt gelang.

Insgesamt war es ein starkes Turnier von Nick, welches er als Zweitplatzierter hinter Wilfried Wu und vor Hugo Danninger beendete. Nun geht es für ihn zur bayerischen Meisterschaft in Bad Kissingen und wir drücken ihm auch für dieses Turnier die Daumen.

Stefan Ratscheu