Ein Jahr ist fast um, sodass wir jetzt schon wieder in den Vorbereitungen für unser großes Jugendturnier stecken. Auch unsere beiden Hauptsponsoren, die PORAVER GmbH und die FISCHER LICHT & METALL GmbH, haben uns schon ihre Geld- und Sachspenden zukommen lassen, sodass es wieder für alle Teilnehmer/-innen schöne Sachpreise geben wird.
Aufgrund von diversen Ausfällen der erwachsenen Spieler war am letzten Spieltag der Kreisliga 3 unsere Mannschaft gegen Jäklechemie Nürnberg 4 komplett mit Jugendlichen besetzt. Doch diese schlug sich recht wacker.
Unser Brett 1 und das gegnerische Brett 6 blieben unbesetzt.
Der zehnjährige Sebastian Lochner gab an Brett 7 sein Debüt und hielt eine Zeit lang gut mit. Letztlich ging jedoch eine Qualität verloren und später noch eine Figur, weshalb die Partie aufgabereif war.
Leon Schuster, in seinem zweiten Spiel für die Mannschaft, hielt an Brett 5 bis ins Endspiel eine nahezu ausgeglichene Stellung, bis zunächst ein Bauer und dann ein zweiter verloren ging, sodass auch diese Partie verloren war.
Sophia Müller büßte an Brett 3 im Endspiel ebenfalls einen Bauern ein, doch sie versuchte noch das Bauernendspiel remis zu halten. Ihr Gegner schaffte es aber dennoch umzuwandeln und die Partie für sich zu entscheiden.
Der erfahrenste Spieler in der Mannschaft, der vierzehnjährige Paul Taraba musste an Brett 2 ran und schaffte es, im Mittelspiel eine Qualität zu gewinnen. Diesen Vorteil behielt er bis ins Endspiel und verwertete ihn locker zum Sieg.
Maximilian Müller hatte an Brett 4 im Endspiel das Nachsehen, als sein Gegner umwandelte und ihn schließlich mattsetzte.
Leon Schläger, der Älteste mit 17 Jahren, brauchte an Brett 8 einige Zeit, um sich einen Vorteil herauszuspielen. Im Endspiel schaffte er es, in die Stellung der Schwarzspielerin einzudringen, Material zu gewinnen und die Partie für sich zu entscheiden.
Das Spiel ging letztendlich mit 3:5 verloren, doch die Kids haben sich gut geschlagen und weitere wertvolle Erfahrung im Erwachsenenspielbetrieb sammeln können. Auch wenn wir zum Saisonschluss am Ende der Tabelle stehen, hat sich das Konzept der 4. Mannschaft mit einigen Erwachsenen Spielern als Stützen sowie einigen Jugendlichen, die ans Erwachsenenschach herangeführt werden sollen, bewährt. Patrick Seliger hat eine enorme Entwicklung in dieser Saison hinter sich und wird in der neuen Saison unsere 2. Mannschaft verstärken.
Unser Verein durfte die Bayerische Mannschaftsblitz-Meisterschaft mitspielen (3+2 Format), da der ein oder andere Verein abgesagt hatte. Gunny Leusch (Brett 1), Jonah Cwiklik (2), Erik Stertkuhl (3) und Patrick Seliger (4) machten sich also auf nach Kelheim, um sich mit weiteren 16 Mannschaften zu duellieren.
Es war klar, dass es nur darum gehen konnte, nicht den letzten Platz zu belegen, was leider nicht gelungen ist. Nach einem klasse Start mit einem Sieg gegen den MTV Ingolstadt fühlte man sich richtig gut, aber man zierte zum Schluss doch das Ende der Tabelle.
Die Gegnerschaft allerdings war gewaltig. So hatte es Gunny beispielsweise mit 3 Großmeistern, 3 Internationen Meistern und weiteren sehr starken Spielern zu tun. Immerhin gelang ihm ein wunderbarer Sieg gegen IM Lars Goldbeck (Bavaria Regensburg) und die Partie gegen GM Michael Bezold (Bayern München) stand lange auf des Messers Schneide.
Für Jonah an Brett 2 war es ebenfalls ein sehr hartes Turnier, denn gegen derartig starke Spieler hatte er zuvor kaum gespielt und plötzlich ging es im Minutentakt gegen Spieler mit ELO Zahlen von 2200 und höher! Am Ende konnte er zwar nur 2,5 Punkte holen, hatte aber großen Spaß und war mit Freude bei der Sache.
Erik Stertkuhl an Brett 3 hatte ebenfalls einen schweren Stand, konnte aber die ein oder andere gute Partie gewinnen. Am Ende ging ihm – wie den anderen Spielern auch – ein wenig die Luft aus, da setzte es dann doch einige 0:4 Klatschen.
Für Patrick Seliger hingen die Trauben dann doch noch um einiges zu hoch. Am Ende hatte er zwei Remis auf seinem Konto, ein Sieg gelang ihm leider nicht, da muss noch ein wenig „Bretthärte“ dazukommen und vielleicht auch ein paar abgezockte Tricks, um gegen solch starke Gegner zu punkten.
Insgesamt war das Turnier aber eine wunderbare Erfahrung, besonders für die Jugend. Sie werden so einiges mitnehmen und haben sicherlich dazu gelernt. Na denn, auf zum nächsten Turnier!
Gute Organisation und klasse Spielumgebung in KelheimKurz vor dem Start: v.r.n.l. Gunny, Jonah, Eric und Patrick
Am Samstag ging es für 3 Spieler des SC Postbauer-Heng nach Schweinfurt zu dem großen Rapid-Turnier. Mit dabei waren Markus Leykauf (U10), Sebastian Lochner (U12) und Jonah Cwiklik (U16). Markus erspielte 2 Punkte und landete ebenso wie Sebastian, der 3 Punkte auf seinem Konto hatte, im unteren Drittel seiner Gruppe.
Jonah spielte in der Altersklasse U16 um den Turniersieg mit. Aber aufgrund einer Niederlage im letztem Spiel reichte es diesesmal mit 4 Punkten nur für den 4. Platz.
Am siebten Spieltag der Bezirksliga 1 ging es für unsere 1. Mannschaft nach zu den Schachfreunden nach Fürth. Nach einer knappen 3,5:4,5 Niederlage in der Vorsaison hatten wir etwas gutzumachen.
Michael Ceglar an Brett 7 und Ulrich Reichmann an Brett 4 starteten mit sehr schnellen halben Punkten.
Den ersten vollen Punkte steuerte Dirk Kestler an Brett 8 bei, nachdem er in einer lange ausgeglichenen Partie eine Qualität gewann und ein komplett gewonnenes Endspiel wahrscheinlich auch ohne die Aufgabe des Weißspielers locker verwertet hätte.
Stefan Ratscheu spielte an Brett 3 ebenfalls eine lange ausgeglichene Partie, bis er ein Remisangebot ablehnte und sehr genaue Züge fand, die ihm einen Vorteil bescherten. Das anschließende Springer-Bauernendspiel verwertete er ohne Probleme zum Sieg.
Eric Stertkuhl bekam an Brett 1 eine vielversprechende Angriffsstellung aufs Brett, fand jedoch nicht den entscheidenden Schlag. Stattdessen entwickelte sich die Stellung zu seinen Ungunsten, doch sein Gegner willigte aufgrund von akuter Zeitnot in eine Stellungswiederholung ein.
Jonah Cwikliks Kontrahent opferte an Brett 5 im Mittelspiel eine Qualität und versuchte mit Kompensation zu spielen. Tatsächlich stellte Jonah die Partie im Endspiel einmal ein, doch der Schwarzspieler schlug Jonahs Figur mit dem falschen Bauern und so ging Jonah schließlich als Sieger aus der Partie hervor.
Martin Sippl hatte an Brett 2 im Mittelspiel zwei Qualitäten mehr, doch die Stellung war äußerst kompliziert. Nach einigen Vereinfachungen blieb ihm eine Mehrqualität im Endspiel übrig, die den sicheren Sieg für Martin einbrachte.
Erich Fischers Partie an Brett 6 war hoch taktisch und so häuften sich Ungenauigkeiten und Fehler auf beiden Seiten, bis die Stellung in Zug 37 zumindest laut Computer ausgeglichen war. Das Endspiel, in dem Erich eine Figur gegen zwei Bauern mehr hatte, war jedoch nicht mehr zu halten.
Damit gewannen wir in Fürth mit 5,5:2,5 und sind aufgrund der Niederlagen von Rothenburg und Zabo-Eintracht Nürnberg auf Platz 1 geklettert. Im nächsten Spiel gegen NT Nürnberg 4 soll diese Tabellenführung dann verteidigt werden.