Die beiden Brüder Julian und Jonah Cwiklik nahmen an den diesjährigen Deutschen Jugendeinzelmeisterschaften in Willingen teil. Jonah ging in der ODJM Gruppe A und Julian in der ODJM Gruppe C an den Start.
Jonah kam in Runde 1 gut aus der Eröffnung und hatte eine Qualität mehr. Im weiteren Verlauf wurde die Stellung ausgeglichen, ehe Jonah in zunehmender Zeitnot die Kontrolle über die Stellung verlor und schließlich mattgesetzt wurde. Nach einem Bye in Runde 2, versuchte Jonah in Runde 3 am Königsflügel anzugreifen, stellte jedoch taktisch eine Figur ein. Wie durch ein Wunder schaffte er es jedoch eine Remisschaukel zu finden, die ihm zumindest noch den halben Punkt sicherte.
In Runde 4 hatte Jonah einen Mehrbauern, doch sein Gegner hatte die aktivere Stellung und setzte Jonah unter Druck. So gingen im Laufe der Partie zunächst zwei Bauern und noch weiteres Material verloren, ehe ein gegnerischer Freibauer und eine Minusqualität Jonah zur Aufgabe bewegten.
Die Partie der fünften Runde bewegte sich die meiste Zeit im Ausgleich und endete auch mit einem Remis. In Runde 6 verlor Jonah wieder einen Bauern und später wäre einem gegnerischen Freibauern die Umwandlung gelungen, sodass auch hier eine Niederlage zu Buche stand.
In Runde 7 hatte Jonah dieses Mal einen Mehrbauern, doch die schwarze Stellung war deutlich besser und aktiver, sodass später eine Figur und damit auch die Partie verloren ging.
In den Runden acht und neun konnte Jonah dann endlich zwei volle Punkte einfahren. In Runde 8 recht souverän und ungefährdet, in Runde 9 nach einem chaotischen Mittelspiel mit der unnatürlichen Materialverteilung von Dame + zwei Läufer auf Jonahs Seite und zwei Türmen, einem Springer und drei Bauern auf der gegnerischen Seite, in dem Jonah jedoch den Überblick behielt.
Damit hatte Jonah insgesamt 4 Punkte aus 9 Partien gesammelt und landete am Ende auf Platz 40 von 53 Teilnehmern, was ihm einen kleineren DWZ-Zuwachs bescherte.
Für Julian ging es in Runde 1 schon schwierig los, als er mit den schwarzen Steinen mit einem Minusbauern immer mehr unter Druck geriet und letztendlich aufgeben musste.
In Runde 2 folgte der erste Sieg, als Julians Gegner bereits nach 6(!) Zügen eine Figur einstellte und der volle Punkt letztendlich ungefährdet eingefahren wurde. In Runde 3 stand Julian wieder passiver, ehe sich die Partie zu seinen Gunsten wendete. Doch im weiteren Verlauf gelang es dem Weißspieler am Königsflügel durchzubrechen und die Partie für sich zu entscheiden.
Auch in die vierte Partie kam Julian nicht gut rein, doch seine Gegnerin nahm nach 20 Zügen mit einem Mehrbauern in einer +2,5-Stellung ein Remis an.
In Runde 5 gab es wieder einen vollen Punkt zu bejubeln und auch in Runde 6 hatte Julian einen starken Angriff auf dem Brett, doch er schaffte es nicht, diesen entscheidend zu verwerten und so musste er sich mit einem Dauerschach zufriedengeben.
In Runde 7 gewann Julian wieder sehr früh eine Figur und brachte die Partie souverän nach Hause, doch in Runde 8 hatte er wieder einen Minusbauern und eine passive Stellung. Allerdings profitierte er von einer Taktik, die die Dame gegen einen Turm gewann und schnappte sich so noch den vollen Punkt.
In Runde 9 stand Julian erst auf Gewinn, aber im Endspiel drohte eine Niederlage. Durch ein ungenaues Spiel seines Gegners kam er jedoch zurück und am Ende sprang noch ein halber Punkt heraus.
Julian erspielte damit in 9 Partien 5,5 Punkte und landete auf Platz 18 von 80 Teilnehmern. In der DWZ-Auswertung stand allerdings ein Minus von 17 DWZ-Punkten zu Buche.


































