Paul Taraba bei der Bayerischen Meisterschaft

Die Bayerische Schachjugend lud dieses Jahr zum ersten  Mal zu einer Einzelmeisterschaft in der Altersklasse U08 nach Vorra ein.  Mit dabei war der 7-jährige Paul Taraba vom SC Postbauer-Heng, der schon im Laufe der Saison bei einigen Turnieren hervorragende Platzierungen erzielt hatte. Es war für ihn das erste Turnier, das sich über 2 Tage mit 7 Runden erstreckte.

In der 1. Runde musste er gegen den nominell stärksten Spieler Noah Sajka vom SC Garching antreten. Er nahm nach 33 Zügen ein Remis Angebot seines Gegners an, obwohl er einen Bauern mehr auf dem Feld hatte. Nachdem er in der nächsten Runde einen Turm einstellte, konnte er Quirin Fischer/SF Tegernheim nach einem starken Angriff auf dem Königsflügel matt setzen. Auch das dritte Spiel wurde siegreich beendet, wobei sein Gegner eine Kombination falsch berechnete und dadurch einen Springer verlor. Das Endspiel wurde nach einem weiteren Turmgewinn routinemäßig abgewickelt.

In der 4. Runde gab es dann die erste Niederlage gegen Leander Bredl vom SC Garching, nachdem Paul Taraba durch ein Abzugsschach seine Dame verlor. Auch die folgende Runde ging verloren, weil sein Gegner Florentin Schwab aus Aschaffenburg in einem ausgeglichenen Spiel einen erfolgreichen Angriff setzen konnte.

Am zweiten Tag ging es dann gegen Felix Haderlein  vom SSV Burgkunstadt. Beide stellten jeweils eine Leichtfigur ein und einigten sich nach 19 Zügen auf ein Remis. Das siebte und letzte Spiel gegen David Beklaryan vom SC Eggerbachtal ging dann ebenfalls verloren. Nachdem Paul Taraba erst einen Springergewinn übersehen hatte, konnte er im Endspiel zwei Bauern gewinnen. Leider ist er dann in ein unnötiges Matt gelaufen.

So reichte es am Ende für den 13. Platz unter 18 Teilnehmern, obwohl eine bessere Platzierung durchaus möglich gewesen wäre. Dennoch lässt sich auf das Ergebnis für die weitere Zukunft aufbauen, da Paul Taraba noch ein weiteres Jahr in der Altersklasse U08 spielen darf.

Bild von Hermann Rogge

Nick Merdian schafft Quali zur Bayerischen Meisterschaft

In der Altersklasse U14 nahm Nick Merdian an den diesjährigen Bezirkseinzelmeisterschaften in Vorra teil. Der 12-jährige startete zum ersten Mal in dieser Altersklasse und gehörte deshalb nicht zum Favoritenkreis.

In der 1. Runde gewann er gegen seine Gegnerin Lisa Adelhardt/Schachtreff Röttenbach schnell eine Leichtfigur, die er aber gegen einen Bauern wieder hergeben musste. Spielentscheidend war, dass er einen Freibauern durchbringen konnte. Nach einem Remis in der nächsten Runde traf er auf den an Nummer 1 gesetzten Tom Högner vom SC Erlangen, der sich nach einem Turmverlust geschlagen gab.

Seine nächste Gegnerin und spätere Siegerin der Meisterschaft, Nese Albayrak von Zabo Eintracht Nürnberg, nahm ein Remisangebot an, obwohl sie einen guten Angriff hatte. Ebenso endete die nächste Partie gegen Wilfried Wu vom SC Erlangen nach wenigen Zügen.

Gegen Marc Walders vom SC Erlangen gab es dann die erste Niederlage. Sein Gegner tauschte nach einem vorherigen Bauerngewinn die Figuren ab, sodass Nick keine Gegenwehr mehr hatte. In der letzten Runde stellte Siwon Nam vom SC Noris-Tarrasch Nürnberg nacheinander zwei Bauern ein. Kurz nachdem er seine Dame gegen einen Turm hergeben musste, gab er sich geschlagen.

Mit etwas Glück aufgrund der anderen Ergebnisse in der letzten Runde belegte Nick Merdian in der Endabrechnung den 3. Platz und darf sich jetzt auf die in den Osterferien stattfindende Bayerische Meisterschaft in Bad Kissingen freuen.

Tabelle U14

Laura Sophie verteidigt ihren Titel

Nachdem sie im letzten Jahr noch als U08 Spielerin die Bezirkseinzelmeisterschaft der Mädchen in der U10 gewonnen hatte, war sie auch dieses Mal wieder erfolgreich. Sie konnte ihre beiden Konkurentinnen in dieser Altersklasse besiegen und auch gegen eine U12 Spielerin einen Sieg feiern. Am Ende stand ein satter DWZ Zuwachs von 51 Punkten und die Qualifikation zur Bayerischen Mädchenmeisterschaft, die in den Osterferien auf der Burg Wernfels in Spalt stattfinden wird.

Deutsche Mannschaftsmeisterschaft U10

Zum dritten Mal nahm der SC Postbauer-Heng an der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft in der Altersklasse U10 in Magdeburg teil und stellte dabei mit Simon Koberstein, Max Blank, Laura Sophie Bauer und Paul Taraba mit Abstand die jüngste Mannschaft im Teilnehmerfeld von 63 Mannschaften.

Vom Startplatz 49 aus ging es in den ersten beiden Runden gegen den SV Königsjäger Südwest und TuRa Harksheide, zwei nominell wesentlich stärkere Mannschaften. Nur Max Blank erreichte im ersten Spiel ein Remis. Wesentlich knapper ging es dann bei der 1,5:2,5 Niederlage gegen die Schachakademie Paderborn zu, wobei Max gewann und Laura Sophie ein Remis zusteuerte. Nachdem gegen den VFL Gräfenhainichen der erste Mannschaftspunkt zu Buche schlug, Max und der erst 6-jährige Paul konnten ihre Spiele gewinnen, wurde der SV Merseburg mit 3:1 geschlagen. In diesem Spiel machte Simon an Brett 1 seinen ersten Sieg klar, Max und Laura Sophie holten die weiteren Punkte.  Am letzten Spieltag folgte nach einem 4:0 Sieg gegen den SV Freital zum Abschluss eine 0,5:3,5 Niederlage gegen die Schachfreunde Bernhausen.  In der Abschlusstabelle belegte das Team mit 5 erzielten Mannschaftspunkten den 52. Platz, womit die Kinder und ihre Trainer sehr zufrieden waren.

v.l.n.r.: Max, Simon, Laura Sophie und Paul

https://www.deutsche-schachjugend.de/2018/dvm-u10/

U20 Mannschaft verpasst Auftaktsieg

Unsere neu formierte U20 Mannschaft empfing am 1. Spieltag die zweite Mannschaft des SK Nürnberg 1911.

Marty Schneider übersah an Brett 2 einen möglichen Figurengewinn und sah sich nur wenige Züge später selbst mit einer Minusfigur konfrontiert. Am Ende wurde er von einem Schachmatt auf g2 überrascht.
Für den 1:1 Ausgleich sorgte Nick Merdian an Brett 1, der seine Partie mit einem Mehrbauern sicher nach Hause brachte.
Simon Landsgesell verlor an Brett 4 eine Qualität, hatte allerdings einen Angriff auf den gegnerischen König gestartet. Nachdem er ein Remisangebot des Gegners abgelehnt hatte, verlor er seine Partie wenig später.
Deniz Lukas konnte an Brett 3 im Mittelspiel zunächst einen Turm und später noch die Dame des Gegners gewinnen und hatte im weiteren Verlauf wenig Probleme, die Partie mit einem Matt zu beenden.

Somit steht am Ende ein 2:2 Unentschieden, wobei auch ein Auftaktsieg drin gewesen wäre.